Humanitas / Dafür stehen wir / Nein zu Massentierhaltung
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Der Mensch hielt sich, so lange man denken kann, Haustiere. Gewisse Tiere hielt er sich auch, damit er sie eines Tages schlachten konnte, um sie anschließend zu essen. Eine kulturelle Weiterentwicklung, die durch die BSE-Problematik und die damit verbundene Verunsicherung der Konsumenten im Moment starken Zuspruch erhält, ist der Vegetarismus. Eine zunehmende Zahl gerade junger Menschen hinterfragt heute mehr denn je das Recht des Tötens eines anderen Lebewesens nur zum eigenen Genuss. Denn dass Vegetarier gesünder als Fleischesser leben, ist eine Tatsache, die auch durch unzählige von der Fleischindustrie gekaufte Gegen-Studien nicht mehr angezweifelt wird. Wie unsere Nutztiere heute gehalten werden, ist schlichtweg ein Verbrechen. Jede(r) FleischesserIn, der/die sich dessen nicht bewußt ist - der/die nach dem Motto lebt: "Ist mir doch egal, wo das Stück Fleisch herkommt", macht sich mitschuldig an diesen Verbrechen.
Das Elend
Massentierhaltung ist nicht allein das Problem. Wenngleich: 20.000 Mastschweine, 1,5 Millionen Legehühner und unzählige Rinder, Kälber, auch Kaninchen und Mastgeflügel auf engstem Raum zusammengepfercht, in ewiger Dämmerung, stinkender Luft, ohne Sonne, ohne natürliches Umfeld, das bringt auch andere Probleme mit sich: In der sog. Dritten Welt wird Urwald brandgerodet, um Weideflächen und Futtermittelfelder für unsere Nutztiere anzulegen. Daneben verhungern Menschen, während der Urwald - die grüne Lunge der Welt - immer mehr vernichtet wird. Tiere, auf engstem Raum zusammengepfercht, müssen präventiv oder auch repressiv medikamentiert werden, damit sie den Tag der Schlachtung erleben. Auch Hormone oder andere Wachstumsbeschleuniger werden ins Futter gemischt, die Gentechnologie hat ihren Fuß schon in der Tür. Das alles essen wir mit dem Schnitzel mit. Auch die Gülle der auf engstem Raum gehaltenen Rinder stellt ein Umweltproblem dar. Auf Tiertransporten kreuz und quer durch Europa verrecken Tiere, werden EU-Subventionsgelder verpraßt.
Der Ausweg
Vegetarismus wie auch Veganismus stellen lobenswerte, idealistische und edle Initiativen dar. Zu überdenken ist grundsätzlich auch aus gesundheitlicher Sicht die Menge an tierischem Eiweiß, die heute konsumiert wird. Auch artgerecht gehaltene sogenannte "Nutz"-Tiere sind Mitgeschöpfe, die eines Tages für unseren Konsum ihr Leben lassen müssen. Wie weit die Grenzen des Einzelnen im Hinblick auf Ethik und Konsum gehen, ist die individuelle Entscheidung. Mit unserer Schwerpunkt-Infoarbeit "Vegetarismus" möchten wir jedenfalls Anregungen in dieser Richtung geben.
Der besondere Buchtip:
"Die Fleischmafia" - von Herbert Schäfer. Orac Verlag,
öS 298,-
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