Humanitas / Dafür stehen wir / Nein zu Pelztierqualen
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Ein kurzes, entbehrungsreiches Leben im Käfig
Es gibt kaum eine vom Menschen gehaltene und gefangene Tierart, deren Leid und
Tod in annähernd so perverser Relation zu ihrem sogenannten "Nutzen"
steht, wie das Pelztier. In engen Käfigen leben Einzelgänger nebeneinander,
über ihren eigenen stinkenden Kothaufen. Wildfänge, in Prozent ein verschwindender
Anteil, werden in grausamsten Fallen gefangen. Dabei wollen Kürschner und Pelzindustrie
uns immer den Bären vom "nützlichen Schädling" aufbinden, erzählen
uns romantische Märchen über "artgerecht gehaltene Pelztiere". Doch
erstens scheint die Haltung von Einzelgängern wie Füchsen und Wölfen, die in
der Natur riesige Reviere haben, in einer artgerechten Form so gut wie unmöglich,
und zweitens drängt sich in der heutigen modernen Zeit die Frage nach der Notwendigkeit
von Pelzen auf. Alleine so mancher dekadenten Dame der High "Snobiety"
ist angesichts der perversen Lust, das Fell toter Tiere am Körper zu tragen,
das dahinter steckende Tierleid gleichgültig.
Die grausamen Fakten
Für einen einzigen Pelzmantel müssen je nach Tierart und -größe zwischen drei bis fünf (Füchse) und 150 (Chinchillas, Eichhörnchen) Pelztiere ihr Leben lassen. Abgesehen vom Tierleid: Was dafür an Futtermitteln (Schlachtabfälle aus der Massentierhaltung, in östlichen Staaten auch Meeressäuger, die zum Teil vom Aussterben bedroht sind) aufgebracht werden muß, was dabei an Kot anfällt, das sieht man dem Endprodukt Pelz nicht mehr an. Dabei ist das Pelzproblem schon lange nicht mehr nur auf die High Society bezogen: Mittels Pelzbesätzen auf Jacken und Stiefeln versucht die Kürschnerlobby noch krampfhaft, ihre Ware an Mann, Frau oder sogar Kind zu bringen. Der neueste Gag: Fee - Produkte aus Eichhörnchenfellen (zum Teil über 250 pro Mantel...).
Die "Alternative"
Alternative heißt eigentlich gleichwertig. Daß es im Zeitalter der modernen Industriefaser (Gore-Tex, Sympa-Tex udg.) eigentlich aber keine ZWECKMÄSSIGE Notwendigkeit mehr für Pelz gibt, liegt eigentlich auf der Hand. Lediglich der ästhetische Faktor fällt eigentlich noch ins Gewicht, und dieser kann heute mit Web-Pelz-Produkten mehr als befriedigt werden. Webpelzprodukte sind günstiger, weniger umweltbelastend in der Erzeugung und wer einmal den Tod eines Pelztiers (in der Falle, vergast, erwürgt, mit elektrischem Strom getötet...) gesehen hat, dessen Herz muß hart wie Stein sein, besteht der- oder diejenige auf einem Echt-Pelzprodukt...
Der besondere Buchtip:
"Zeitbombe Tierleid" - von Bittermann und Plank. Orac Verlag,
öS 298,-
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