Humanitas / Dafür stehen wir / Nein zu Tierversuchen
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Das Grauen
In jeder Sekunde sterben weltweit zwei Versuchstiere.
Die Lebenden erleiden unvorstellbare Qualen. Tierversuche werden im Dienste der Medizin,
im militärischen Bereich, im Dienste der Kosmetik (auch Pflegeprodukte wie Zahnpasta oder
Haarshampoo), im Lebensmittelbereich (Zusatzstoffe) wie auch in jedem Bereich, in dem von
der Wirkung auf den Menschen unbekannte Substanzen getestet werden "müssen".
Speziell im für uns Menschen so wichtigen medizinischen Bereich unterliegen viele von uns
dem Trugschluß, daß Medikamente oder deren Bestandteile ja "am Tier getestet werden
müssen, da ja sonst der Mensch zu Versuchen herhalten muß". Die wenigsten wissen,
daß zur Approbation (Zulassung) eines Medikaments der (erfolgreich verlaufene) Versuch am
Menschen (freiwillige Selbstversuche in der ersten Stufe, klinische Tests ohne Wissen und
Zustimmung in der zweiten Stufe) vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben wird.
Der Irrtum
Dabei ist man mit den Tierversuchen auf dem völlig falschen Weg. Tierversuche sind, so gesehen, nicht nur ein grauenhaftes Verbrechen an unseren Mitgeschöpfen, den Tieren, sondern in der Summe ihrer Ergebnisse auch wegen der nicht direkten Vergleichbarkeit und Übertragbarkeit auf den Menschen für uns alle eine große stete Gefahr - gleich dem berühmten Damoklesschwert. Jederzeit kann sich das wiederholen, was sich im Fall Contergan vor gut dreissig Jahren zugetragen hat: Damals wurden Kinder geboren, die schwerst verstümmelt oder geistig und körperlich behindert waren. Menschen sind nun einmal biologisch anders aufgebaut als Tiere.
Der Ausweg
Weltweit sind bereits heute schon über 10.000 verschiedene Mittel und Methoden in Erprobung, die den Tierversuch ersetzen könnten, ja, die wesentlich sinnvoller wären, da direkter übertragbar (Zellkulturen, Gewebskulturen, Pilzkulturen, Computersimulation udg. - in erster Linie muß immer nur geprüft werden, ob eine Substanz toxisch, sprich giftig, oder nicht giftig ist. Gewißheit auf die Wirkung eines Medikaments gibt letztendlich nur der Versuch am Menschen). Die Weiterentwicklung dieser Methoden geht nicht zuletzt deshalb so langsam voran, weil die Pharmaindustrie und die Tierversuchsforschungsanstalten diese Initiativen blockieren. Ja es geht sogar soweit, daß die "Wissenschaftler" ihre Versuchsergebnisse aus lauter Eitelkeit unter Verschluß halten, anstatt sie im Zeitalter des Internet öffentlich zugänglich zu machen. So wird jeder Versuch hundert- und tausendfach wiederholt.
Der besondere Buchtip:
"Die nackte Herrscherin" - von Hans Ruesch. Civis-Verlag,
öS 140,-
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