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PIG-Vision: Neue berührende Kampagne von United Creatures

Die aktuelle Kampagne von UNITED CREATURES heißt pig-vision. "pig-vision" deshalb, weil sie genauer bei den Schweinen hinsehen will. Wie lebt es sich als Schwein in unserer modernen Gesellschaft, in der ein Schwein in erster Linie nur als Nutztier betrachtet wird? Um dieser Frage nachzugehen, werden die OrganisatorInnen ein Schwein begleiten. Nennen wir es X 15. Von seiner Geburt, über die unterschiedlichen Stationen seines kurzen Lebens innerhalb eines österreichischen Mastbetriebs, bis hin zu dem Moment, der nötig ist, um Fleisch und Wurst herzustellen: Nach sieben Monaten in einer Halle wird X 15 ins Schlachthaus gebracht werden.
Sein Bruder, X 11, wird das Glück haben, ab dem Moment, wo er nicht länger bei seiner Mutter bleiben kann, ein fröhliches Leben im Kreise seiner Artgenossen auf einem Gnadenhof zu verbringen. Unfair, sagst Du?

Ja, genau! Das sagt UNITED CREATURES auch, und versucht darum den Konsument/innen mit dieser Kampagne die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild zu machen. Davon, dass hinter jedem Schnitzel im Supermarkt ein trauriges Schicksal steht.

Mehr zur Kampagne auf:


 

Presseaussendung Mai 2009 (ergangen an Vorarlberger Nachrichten und NEUE Vorarlberger Tageszeitung)

 

Die Angst geht um, - die Angst vor einer neuen Pest. Und während Wissenschaftler schon Entwarnung geben, wird noch eifrig Benzin ins Feuer gegossen von den Medien. H1N1 oder die Schweinegrippe, wie sie zuweilen genannt wird, verglichen mit der berüchtigten spanischen Grippe, die Millionen dahinraffte, ist wohl nicht halb so gefährlich und tödlich, wie es sich die Pharmakonzerne mit ihrer Tamiflu-Überproduktion wünschen würden. Die Lager müssen geräumt werden und die Rezession trifft besonders die großen unter den Produzenten, wozu die meisten Pharmariesen gezählt werden können.

Schnell wurde relativiert: Das Virus sollte nicht Schweinegrippe genannt werden, da es ja nicht wirklich vom Schwein käme. Die Fleischlobby hat ja auch noch ein Wörtchen mitzureden im großen Angstpoker um Pharmamillionen. Und bevor die Ab- und Umsätze mit Koteletts und Schnitzel zurückgehen, rudert man eben ein wenig zurück. Aber die Wahrheit liegt tiefer und ist ein klein wenig komplizierter: Wie man von renommierten Wissenschaftlern hören kann, hat das arme Schwein wohl doch etwas damit zu tun, beziehungsweise das, was wir dem Rüsseltier heute millionenfach weltweit antun. Die Massentierhaltung begünstigt, so hört und staunt man, die Verbreitung und Evolution der an sich harmlosen Grippeviren zum Killervirus. Betrachtet man die Lebenszyklen eines durchschnittlichen Schlachtschweines, so liegt auf der Hand, dass, bedingt auch durch die Enge und die miserablen Haltungsbedingungen in modernen Massentierhaltungshallen die Erkrankung einzelner Tiere schnell eine seuchenartige Ausbreitung erfolgen kann. Weiters hört man, die Schweine hätten den Grippevirus vom Menschen erhalten, ursprünglich hat der Mensch also das Schwein damit infiziert und nicht umgekehrt. Aktuell wurde ja auch ein Fall bekannt, bei dem ein kanadischer Landwirt seine Schweine mit einem Urlaubsmitbringsel aus einem Mexiko-Trip infiziert hätte.  Nun hält sich unbewiesenermaßen aber ebenso hartnäckig das Gerücht, das Schwein sei schuld an einer Handvoll H1N1-Erkrankten weltweit. In Ägypten nutzt man diese Information schon als Grundlage zur Keulung sämtlicher im Land befindlichen 350.000 Schweine, ohnehin unreine Tiere und ein Dorn im Auge des gottgläubigen Muslim. Ein Schelm wer Böses dabei denkt und annimmt, die Sache wäre ein geplanter Schachzug gegen die verhassten koptischen Christen in Ägypten, in deren Besitz die Rüsseltiere bisher waren.

Fest stehen bislang folgende Fakten: Nicht das Schwein hat uns angesteckt, sondern wir das Schwein. Durch die ausbeuterische und tierquälerische Massentierhaltung züchtet sich die Menschheit selbst ihren Henker in mikrokopisch kleiner Form heran. Büßen können es, wie schon so oft die Tiere, die kein politisches Sprachrohr haben, besonders in Zeiten wie diesen. Noch eines ist aber ebenso sicher: H1N1 ist ein Grippevirus, der nicht nur in seinen pathologischen Auswirkungen, sondern auch in seiner Verbreitung weltweit abertausendfach hinter der ganz gewöhnlichen Grippe zurückbleibt. Lachende Gewinner: Pharmakonzerne, die hinter dicken Labortüren im Zuge von brutalen Tierversuchen an der nächsten Generation Tamiflu forschen.


Komplott gegen den Tierschutz? Tierausbeuter contra Tierschutz


Die größte Polizeiaktion gegen Tierschützer in der Geschichte der demokratischen Republik Österreich hallt nach, und zwar ordentlich. Nicht nur Betroffene fragen sich: Wird in Österreich mit zweierlei Maß gemessen? Stellt sich der Staat schützend vor die Tierausbeuter, während unbequeme Aufklärer mit Repressalien zu rechnen haben? Der große Lauschangriff und die martialische Polizeiaktion gegen den Tierschutz wurde von der Staatsanwaltschaft mit 33 Straftaten in 11 Jahren (also 3 pro Jahr) begründet, die einer kriminellen Tierschutzorganisation zugeordnet werden "müssen" -- obwohl es laut Dr. Martin Balluch vom VGT keine konkreten Hinweise darauf gibt. Selbst für die Existenz einer kriminellen Tierschutzorganisation gebe es kein Indiz. Um die Polizeigewalt zu rechtfertigten butterte die Sicherheitsdirektion später nach und sprach von 240 Fällen von Tierschutzkriminalität in Österreich in 13 Jahren. Das würde die Gründung einer Sonderkommission gegen den Tierschutz rechtfertigen.

Dazu VGT-Obmann DDr. Martin Balluch: "Rein statistisch gesehen gibt es 2500 Mal mehr Anzeigen wegen gesetzwidriger Tierquälerei als wegen Tierschutzkriminalität. Offenbar ist Tierquälerei also ein unverhältnismäßig viel schwerwiegenderes gesellschaftliches Problem als kriminelle Handlungen aus Tierschutzmotivation. Warum wurde aber bisher keine Sonderkommission gegründet, die sich gegen Tierquälerei richtet und endlich einmal scharf unser Tierschutzgesetz exekutiert? Stattdessen gibt es weiterhin ein ungeheures Vollzugsdefizit im Tierschutz, aber die Tierschutzvereine wie der VGT, die jährlich mehr als 300 Fälle von gesetzwidriger Tierquälerei dokumentieren und anzeigen, werden vom Innenministerium verfolgt. Könnte das damit zusammenhängen, dass die Tierquälerei mehrheitlich von mächtigen Wirtschaftsbetrieben begangen wird, und sich die Tierschutzkriminalität umgekehrt gegen dieselben Betriebe richtet?" Und weiter: "Wir als Tierschutzverein haben auch unvergleichbar viel mehr gefährliche Drohungen, Sachbeschädigungen und physische Angriffe erleiden müssen, als jedes Opfer von Tierschutzkriminalität. Explizite Morddrohungen sind bei uns an der Tagesordnung, sowohl schriftlich als auch telefonisch, und die Polizei sieht keinen Bedarf einzuschreiten. Einmal wurden sogar 2 bezahlte Schläger in unser Büro geschickt, um uns physisch zu bedrohen. Unsere Fahrzeuge wurden wiederholt mit Farbe überschüttet, man hat uns die Reifen aufgestochen und die Schlösser von Fahrzeugen und Vereinsräumlichkeiten verklebt. Mir persönlich wurde die Fensterscheibe meiner Wohnung eingeschlagen. Aber am schlimmsten waren
die physischen Angriffe von Pelzhändlern, Jägern, Zirkusleuten und Tierfabriksbesitzern auf TierschützerInnen, die zu schweren Verletzungen wie gebrochenen Knochen und zu Krankenhausaufenthalten geführt haben. 2 Mal wurden in Österreich bereits TierschützerInnen vorsätzlich angeschossen, einmal beim Filmen in einer Schweinefabrik und einmal bei einer Jagdaktion."

So wurden auch in Vorarlberg HUMANITAS-Aktivisten, darunter Kinder und zierliche Frauen Opfer von verbalen, aber auch tätlichen Angriffen durch Zirkusangestellte, vor über 15 Jahren wurde der damalige Obmann HUMANITAS im Zuge einer Tierschutzkontrolle von einem Schafzüchter mit einer Schaufel über den Kopf in die Intensivstation geprügelt. Obmann Herbert Hammerschmidt bekam Drohungen, auch in Form eines verendeten Wildtiers, das ihm vom damaligen Betreiber des Götzner Kinderzoos, Oster, vor die Haustüre gelegt wurde. In Rankweil drehte im Zuge einer Karfreitagsdemo vor dem Sennhof der damalige Gutshofverwalter durch und wollte die Demonstranten trotz Anwesenheit von Exekutive offenbar mit Jauche besprengen. Grundsätzlich fand seit diesen Vorfällen keine einzige Aktion von HUMANITAS mehr ohne Exekutive statt, auf unseren Wunsch. DDr. Balluch schließt: "Vor kurzem wurde schon wieder ein Tierschützer von einem Singvogelfänger schwer verletzt. Auf die Anzeige hin erhielten wir prompt Drohanrufe in unserem Büro und Vogelfänger wurden im Tierparadies Schabenreith vorstellig, um die Anwesenden zu bedrohen. Warum werden derartige Brutalitäten vom Innenministerium als Bagatelldelikte gesehen, aber wenn der Mercedes eines der reichsten Männer Österreichs mit Farbe überschüttet wird, weil dieser Mann
Tierpelze verkauft, deren Produktion in Österreich längst wegen Tierquälerei verboten ist, dann wird gleich eine Sonderkommission gegründet, ein großer Lauschangriff gestartet und es werden unschuldige Menschen überfallen und eingesperrt? Das Innenministerium misst mit zweierlei Maß. Es ist offensichtlich, dass hier aufgrund des Einflusses mächtiger Persönlichkeiten ein politisch motivierter Terror gegen unbequeme NGOs gestartet wurde, der nichts mit der Aufklärung von
Kriminalität zu tun hat!"


Tierschützer endlich frei

Nach über 100 Tagen frei: Bröckelt das Lügengebäude der Ermittler?

Nach über 100 Tagen war es endlich soweit: Nachdem kurze Zeit zuvor beim letzten Haftprüfungstermin bereits Chris Moser zu seiner Familie zurückkehren durfte, sprach nun die Oberstaatsanwaltschaft Wien ein Machtwort in der unsäglichen Causa der angeblichen kriminellen Tierschützer. Laut der OStA Wien stehe eine ggf. zu erwartende Strafe in diesem Fall in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zur bisher schon abgesessenen Untersuchungshaft. Ob es nun damit zu tun hat, dass bald Wahlen anstehen, ob es da eine politische Intervention in der Sache gegeben hat oder nicht, oder sich gar am Ende nur auf Basis dieser nachvollziehbaren Begründung bei den Beamten der OStA einer ein Herz gefasst hat, um dieser himmelschreienden Menschenrechtsverletzung ein jähes Ende zu bereiten: Was zählt ist, dass durch die Maßnahme das Lügenkonstrukt der Ermittler mehr und mehr zu bröckeln beginnt. Nicht nur, dass mittlerweile bekannt wurde, dass die Aktion gewissermaßen auf „Bestellung“ der beiden Besitzer der Kleider-Bauer Bekleidungskette erst ins Rollen kam. Es zeigt sich zusehends, was bereits im Vorfeld vermutet wurde. Nämlich dass die Ermittler trotz intensivster Observierung der inhaftierten Tierschützer nichts konkretes vorzuweisen haben, und die Anwendung des sogenannten Mafiaparagraphen ein verzweifelter Versuch war, dem Tierschutz in Österreich ans Leder zu flicken. Offen bleibt nur noch, ob diese Angelegenheit nun ein hoffentlich verdientes Ende mit bösen Konsequenzen für die beteiligten Ermittler hat und der Fall auch noch politisch aufgerollt wird. Denn wenn, wie es jetzt den Schein hat, wirklich an den Tag kommt, dass die Großaktion, finanziert aus Steuermitteln gegen in der Sache unschuldige Tierschützer, nichts als ein von Privatpersonen bestellter Einschüchterungsversuch war, der leider nach hinten losging, muss das Konsequenzen haben. Denn Österreich ist und bleibt noch immer eine Demokratie, in der die Grund- und Freiheitsrechte hoch angesehen sind, und diese Aktion erinnert eher an die DDR oder den Ostblock zur Zeit des kalten Krieges. Köpfe werden rollen, - und wenn die Verantwortlichen für die Misere denken, ungeschoren davon zu kommen, rechnen sie nicht mit der Hartnäckigkeit der nun freigekommenen, die nicht müde werden, auf diese Ungehörigkeit aufmerksam zu machen. Nachdem nun immer mehr Medien auf den Zug aufspringen und die Grünen Österreichs Martin Balluch als „Hauptverdächtigen“ sogar auf die Liste der kommenden Nationalratswahl gesetzt haben, kommen immer mehr dunkle Geheimnisse ans Licht. Einzig die Kronenzeitung wird nicht müde, ihr mediales Machtmonopol gegen die Tierschützer zu missbrauchen, was sicher von den Lesern des Blattes für den Fall, dass die Wahrheit eine andere sein könnte, wie sie die Krone nun schreibt, vergolten werden wird.

Alf Waibel, geschäftsführender Obmann HUMANITAS


Der schwarze Mittwoch für den Tierschutz in Österreich

Am 21. Mai 2008 erlebte die Tierschutzszene in Österreich einen der größten Rückschläge in der Geschichte der demokratisch nach verfassungsmäßig garantierten Grundrechten ausgeübten Arbeit für den Schutz der Tiere.

Am Morgen des schwarzen Mittwochs wurden österreichweit insgesamt 24 Wohnungen gestürmt, im Osten sogar mit Unterstützung der Elitekrieger der WEGA, zum Teil mit brutalsten Mitteln. Da wurden Türen aufgebrochen, harmlose Tierschützer mit vorgehaltenen Waffen und „angemessener Gewalt“ aus dem Schlaf gerissen und in Handschellen gelegt. Die erwähnten Wohnungen wurden auf den Kopf gestellt, Computer, Handys, CD´s, Kameras, USB-Sticks oder anderes Equipment beschlagnahmt und somit auch Vereine, bei denen wohl kein derart ausreichender Tatverdacht zu bestehen schien, für eine ungewisse Zeit praktisch lahm gelegt. 10 Personen wurden festgenommen, davon 9 aus dem ostösterreichischen Raum, einer aus Tirol.

Bei der Angemessenheit des Vorgehens gab es wohl ein Ost/Westgefälle: Während die Tierschützer in Tirol oder Salzburg noch korrekt behandelt wurden, wie ein anwesender Anwalt bestätigte, war das Vorgehen in Wien ungleich härter. So wurden die dortigen Personen brutalst wie Schwerverbrecher behandelt, in Handschellen gelegt, auf die Nacktheit einer Aktivistin, die im Bad stand, wurde nicht Rücksicht genommen. Da wurden Türen mit dem Rammbock eingetreten, als erwarte man hinter der verschlossenen Tür bis an die Zähne bewaffnete und gewaltbereite Schwerverbrecher. Szenen, die man nur aus miesen amerikanischen Action-Serien kennt.

Wir sind in der glücklichen Lage, dass dieser Kelch wohl an uns vorübergegangen zu sein scheint, wohl weil wir aufgrund der Nenning-Angelegenheit zur Zeit etwas paralysiert sind.

Aus der Ferne müssen wir jedoch feststellen und anmerken: Grundsätzlich ist ein Vorgehen á la „schütteln wir mal den Baum und schauen was runterfällt“ in Bezug auf einen derartig brutalen Eingriff in die Privatsphäre eines Rechtsstaats wie Österreichs nicht würdig. Wir distanzieren uns von jeglicher Gewalt gegen Personen aber auch Sachen. Wenn konkrete Hinweise auf Straftaten vorliegen, müssen die Verantwortlichen auch zur Rechenschaft gezogen werden. Ein derart unverhältnismäßiges Einschreiten gegen unbequeme Zeitgenossen (mit dem Strom schwimmen ist ja populärer – mir ist jedenfalls kein Fall bekannt, wonach Tierheimbetreiber ebenfalls verhaftet worden wären…) erinnert jedoch an Polizeistaaten und Diktaturen und ist eines rechtsstaatlichen Österreichs, in dem ich mich zeitlebens sehr wohl und frei gefühlt habe, weil ich mich an die Gesetze halte, nicht würdig.

Ich hoffe inständig, dass die Verantwortlichen zu dieser Aktion hinauf bis in höchste Ebenen die volle Verantwortung für diese Aktion übernehmen werden müssen. Denn dass bei dieser „wir stellen mal alles auf den Kopf, irgendwas werden wir schon finden“ etwas herauskommt, daran glaubt kaum jemand. Auch politisch brodelt es schon, die Proteste im Ausland, auch vor österreichischen Generalvertretungen nehmen zu, diese Aktion hat bereits jetzt schon dem Ansehen Österreichs in hohem Maße geschadet, und jeden Tag, an dem friedliche, rechtskonform agierende gemeinnützige Vereine ihrer Arbeitsgrundlage in Form von Mitgliederdaten, Recherchematerial und sonstiges Infomaterial und Kommunikationsgerät No 1 beraubt sind, indem ihnen die Computer oder anderes Equipment vorenthalten werden, an jedem Tag, wo unschuldige Tierschützer in Haft sitzen, wird der Glaube an die Rechtsstaatlichkeit Österreichs im In- und Ausland mehr und mehr in seinen Grundfesten erschüttert.

Alf Waibel, geschäftsführender Obmann HUMANITAS


Hilfslieferung für Sarajewo

Nach den Wirren des Balkankriegs ist nicht nur die Bevölkerung Restjugoslawiens arm dran: Im Spätherbst erreichte uns von der befreunden Tierrechtsbewegung RespekTiere aus Salzburg folgender Hilferuf: „Die Eindrücke von den furchtbaren Umständen in den Hundeasylen im Ex-Jugoslawien haben uns nicht losgelassen; deshalb haben wir uns entschlossen, noch vor dem Winter einen Hilfstransport nach Sarajevo zu organisieren. Sarajevo deshalb, weil dort der Winter besonders hart ist und die dortigen TierschützerInnen so überhaupt keine Hilfe zu erwarten haben. Wir benötigen jede Hilfe; Hundefutter, Decken, usw. würden dringendst benötigt werden. So gerne würden wir auch einen kleinen Geldbetrag nach Sarajevo mitnehmen, wie gesagt, es müssen jedes Monat einige hundert Euro nur für Nachtwächter bezahlt werden - diese sind leider unverzichtbar, weil die Gefahr von nächtlichen Hundetötungen ansonst viel zu groß wäre. Natürlich wissen wir, dass Hilfstransporte nicht die Lösung des Problems sind, dass das Übel an der Wurzel bekämpft werden muss - doch nun, da alsbald Schneefälle einsetzen werden, gilt es erst einmal den Hunden im Asyl beizustehen! Über eine weitere Strategie werden wir uns danach den Kopf zerbrechen! Bitte helft uns diesen Hunden in ihrer Not beizustehen!“

Für Humanitas war klar: Dieses Ansinnen werden und müssen wir unterstützen. Gesagt getan, nahmen wir umgehend Kontakt mit dem Vorarlberger Tiernahrungshersteller Rupp auf, welcher sich bereit erklärte, eine größere Menge rein pflanzlicher Vollkorn-Hundeflocken zur Verfügung zu stellen. Von seitens des Veganversand Vegourmet gab es zudem noch eine größere Menge an Hundetrockennahrung und Hundeleckerlis, ebenfalls auf veganer Basis, dazu. Insgesamt kam auf diese Weise fast eine halbe Tonne Hundenahrung zusammen, das nach Salzburg geschickt wurde.
Das Futter kam mittlerweile nach einer harten Odyssee durch Slowenien und Kroatien an seinem Bestimmungsort an, zusammen mit anderen Hilfsgütern. Einige Hunde konnten von den HelferInnen nach Österreich gebracht werden und wurden bereits vermittelt. Wir freuen uns, dieses Projekt unterstützt haben zu dürfen.


Hummerlebendverkauf bei Metro: Österreichweite Proteste

Metro, ein internationaler Großhandelskonzern, ist seit gut eineinhalb Jahren im Visier der TierschützerInnen, weil das Unternehmen nicht von seiner Praktik des Lebendhummerverkaufes abweichen will. Nach Ansicht der Tierrechtsbewegung und, wie diese aus zahlreichen Gesprächen erfahren hat, auch sehr vieler Metro-KundInnen, sind die Krebstiere – eigentlich Einzelgänger - zudem in viel zu engen Becken untergebracht; auf die Leiden, welche den Tieren während des Transportes aufgebürdet werden, muss wohl nicht extra hingewiesen werden.
Zwar waren die zuständigen Stellen in der Geschäftsführung anfangs durchaus gesprächsbereit, so wurden sogar zwei der Meerestiere zur Versorgung an einen Gnadenhof abgegeben, verlief sich die Kommunikation zuletzt allerdings im Sande. Selbst das Auslegen eines Flyers, welcher mit keinem Wort schlechte Haltungsbedingungen angekreidet hätte, sonder viel mehr die mündigen KonsumentInnen darauf hinweisen sollte, welch wunderbare Lebewesen Hummer denn eigentlich sind, wurde nach langem hin und her letztendlich untersagt. Auch fanden die versprochenen Umbauarbeiten an den Becken keinen befriedigenden Abschluss; das Zukleben der Scheiben und das Aufbauen einer für KundInnen bestimmten Absperrung kann nicht als Maßnahme im Sinne des Tierschutzes angesehen werden.
Zahlreiche Meldungen und sogar Anzeigen an den zuständigen Amtstierarzt Vorarlbergs erbrachten kein Ergebnis: Mehr noch – zuletzt wurde dem Metro Dornbirn bescheinigt, seine Hummer in einem tiergerechten Becken zu halten, mehr als vom Gesetz her vorgeschrieben wäre. Gemeinsam mit der Tierrechtsbewegung „RespekTiere", die einen bundesweiten „Metro-Aktionstag“ organisierten, wurde der Protest beim Metro Dornbirn zeitgleich zu den übrigen Protesten in Österreich realisiert. Der Tag des Geschehens sollte der 23. September sein – und tatsächlich protestierten einmal mehr TierschützerInnen verschiedenster Vereine, angefangen von „RespekTiere“, über den „Verein gegen Tierfabriken“ bis zu „4Animals“, „Tierschutz aktiv Tirol“ und HUMANITAS, gegen den Hummerverkauf. Dabei wurde kaum eine Metro-Filale ausgespart – von Dornbirn über Innsbruck, von Salzburg über Wels, Linz, St. Pölten, Simmering, Vösendorf bis nach Wiener Neustadt und Graz demonstrierten die TierschützerInnen einstimmig ihre Ablehnung gegenüber dem Lebendhummerverkauf.
Der Ball wurde damit an Metro zurückgespielt; nun wartet die österreichische Tierrechtsbewegung auf eine Antwort der Geschäftsführung und hofft dabei auf positive Signale! Da „nur durch’s Reden die Leut zusammenkommen“, wären die Vertreter der oben angeführten Vereine über einen Neuanfang in der Kommunikation sehr dankbar.


Gerichtsurteil: HUMANITAS wird zu Schadenersatz verdonnert - Nenning gewinnt zu 2/3

Nach gut vier Jahren Prozess ist die Causa Nenning zumindest für die Gerichte erledigt. Nach unzähligen Zeugenvorladungen der Klägerseite, Kosten durch türkisch/deutsch-Dolmetschern, unzähligen zugebrachten Stunden auf dem zuständigen Bezirksgericht ist es nun leider traurige Wahrheit: Aufgrund der Länge des Prozesses macht das letztinstanzlich entscheidende Landesgericht in Feldkirch von der Möglichkeit der abschließenden Schätzung des Schadens Gebrauch. Bis zuletzt hatte Nenning es nämlich nicht geschafft, schlüssig zu beweisen, ob und wieviele Schafe er aufgrund unserer Aktion weniger verkauft hat. Doppelt tragisch: Das Landesgericht legt in seinem Urteil fest, dass kein Rechtsmittel mehr zulässig sei gegen diese Entscheidung, also auch kein Gang zum OLG, OGH oder EUGH. Bumm, Aus Fertig, die Zeche zahlen vorwiegend wir. In Zahlen ausgedrückt: Nenning werden 2/3 des geforderten Schadens zugesprochen, was bedeutet, dass er in der Hauptsache knapp 4700 Euro gewinnt, aber zum einen 1/3 seiner und 1/3 unserer Anwaltskosten bezahlen muss. Dass das kein Plusgeschäft sein kann, ersieht man an unseren Kosten in der Höhe von fast 15.000 Euro an den gegnerischen und nochmal über 10.000 Euro für unseren Anwalt. An dieser Situation hat die Verbohrtheit von Nenning schuld, uns offenbar finanziell fertig machen und uns damit mundtot machen zu wollen. Gewonnen haben dabei nur die Anwälte, den Gerichten wurde einmal mehr viel Arbeit beschert. Leider ist das Urteil auch in negativer Hinsicht richtungsweisend: Offenbar steht das Recht auf Verteidigung der Schwachen und das Recht auf die Einforderung von geltenden Rechtsvorschriften (damals war lt. Vorarlberger Landesgesetz das Schächten verboten) nicht mehr an erster Stelle in der Gesellschaft, wenn in einer solchen Angelegenheit oberste Landesrichter gegen einen Verein entscheiden, der sich für die Schwachen einsetzt. Mehr zur Angelegenheit auch unter Vorarlberg Online


Schächter Nenning gegen HUMANITAS

Sowohl im Konflikt mit dem Schächter Nenning aus 6845 Hohenems, als auch im sensiblen Bereich Schächten aus religiösen Zwecken tut sich bei uns in Vorarlberg nicht zuletzt aufgrund unseres letztjährigen Einschreitens einiges. Nenning zeigt zwar Bereitschaft, künftig die Schafe mittels neuangeschaffter Elektrozange vor dem Schächtschnitt zu betäuben, aber lässt es andererseits nicht bei der von uns anerkannten Besitzstörungsklage bewenden (Kosten HUMANITAS: 2500 Euro). Offenbar sehr konfliktfreudig, hat er uns auf fast 7000 Euro (!!!) Schadenersatz verklagt. Diesem Ansinnen Nennings können wir aus nachvollziehbaren Gründen nicht nachkommen. Wir halten also dagegen – die erste Beweistagsatzung mit der Einvernahme Nenning Juniors und unserer Seite fand Anfang des Jahres statt. Bei dieser ersten Verhandlung standen die Dinge recht gut für uns, der Richter scheint unserem Ansinnen gewogen, Jürgen Nenning verstrickte sich offensichtlich mehr und mehr in Widersprüche. Am 6.3 findet nachmittags im Bezirksgericht 6850 Dornbirn im 1. Stock die zweite Beweistagsatzung statt – das von uns gedrehte Video wird gesichte, der Amtstierarzt Dr. Greber und der Fleischbeschautierarzt Dr. Summer aus 6845 Hohenems werden als Zeugen einvernommen. Eine weitere Beweistagsatzung wird noch folgen, da Nenning eine ganze Gruppe von Moslems aufmarschieren lässt, die alle bezeugen sollen, „sie hätten ein Schaf gekauft, haben es sich aber wegen unserer Aktion anders überlegt“.

Ende Dezember nahm ein weiterer Schächter aus Nenzing, Vorarlberg mit uns Kontakt auf und zeigte sich – wohl aus Angst vor einer HUMANITAS-Aktion – sehr gesprächsbereit. Er wird – lt. seiner Aussage – entweder am 13. Februar beim diesjährigen Kurbanfest überhaupt nicht zu schächten, oder aber die Tiere vor dem Entbluten mittels Bolzenschuss zu betäuben. Wir werden dies natürlich überprüfen. Auch Nenning hat ja angekündigt, zum einen einen Hodscha (Anm. d. Red.: moslemischer Geistlicher) organisierern, der den Muslimen die Notwendigkeit aber auch vom Koran durchaus zugelassene Betäubung mittels elektrischem Strom nahe bringen. Andererseits möchte Nenning ab sofort betäuben. Auch diese Behauptung werden wir überprüfen. Auch laufen derzeit die Recherchen, auf welchen Betrieben überhaupt und im speziellen beim Kurbanfest geschächtet wird. Diese Betriebe hoffen wir alle kontrollieren und überwachen zu können. Über die Erkenntnisse werden wir nach dem 13.2. hier berichten.

Einen besonderen Dank gebühren an dieser Stelle dem zuständigen Landesrat Erich Schwärzler und dem Bezirksveterinär Dr. Norbert Grebern, die ihrerseits den Kontakt zum türkischen Konsulat in Vorarlberg gesucht haben und bei einem Gespräch mit der Honorarkonsulin erreichten, dass diese sich künftig bei den Vorarlberger Hodschahs dafür einsetzen werde, dass hinsichtlich Betäubung aufgeklärt wird.

Summa summarum sind wir mit der Entwicklung sehr zufrieden, das Gerichtsverfahren mit Nenning hoffen wir auf Ebene des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte hieven zu können (Religionsfreiheit/Freiheit der Arbeit und des Erwerbes kontra Tier- und Naturschutz). Beim EUGH könnte möglicherweise ein richtungsweisendes Urteil für beide Seiten ergehen. Das kann sich aber über mehrere Jahre ziehen.

             

Bewegte Bilder zur Aktion findet Ihr HIER. (Achtung, über 400kb!)

Wenn Ihr eine CD mit dem Video in höherer Auflösung bei uns gratis ordern wollt, bitte HIER.


Nachfolgende Zoos haben offen zugegeben, Jungtiere zu töten:

Tiergarten Hellabrunn, München, Postfach 440426, D-80753 München.
Wildpark Feldkirch, Ing. Scherrer, Postfach 159, A-6800 Feldkirch.
Tiergarten Wilhelma, Stuttgart, Postfach 501227, D-70342 Stuttgart.

Wir bitten um Boykott und Protestschreiben!

NEIN zu Tierknästen!


Sites-Specials:

Die Link-Site.

Die Jagd-Site.

Unsere Vegi-Site.

Unsere Vegi-Zitate-Liste.

Flugis, Unterschriftenlisten und sonstiges zum downloaden und ausdrucken


Übrigens besteht auch die Möglichkeit für Werbung auf den HUMANITAS-Sites! Interessierte Firmen oder Einzelpersonen, die ein Banner oder sonstige Kleinwerbung auf unseren Sites plazieren wollen, können sich gerne bei uns unter 0 55 12/43 44 melden. Bitte möglichst keine Schlachter, Jäger und sonstige Untermenschen... ;-)





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